Mehr als 100 Tote bei Gefechten in Myanmar

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Bei Gefechten zwischen muslimischen Rebellen und Sicherheitskräften im Westen Myanmars  hat es nach Behördenangaben mehr als hundert Tote gegeben. Aufständische der muslimischen Minderheit der Rohingya griffen am Wochenende demnach mehrere Polizeiwachen im Bundesstaat Rakhine an. De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat die Rebellen der muslimischen Rohingya-Minderheit beschuldigt, bei der jüngsten Gewaltwelle Häuser niedergebrannt und Kinder als Kämpfer eingesetzt zu haben. Auf der Facebookseite ihres Büros waren mehrere Erklärungen zum Kampf der „Terroristen“ gegen die Sicherheitskräfte zu lesen. Zu sehen waren auch Fotos von angeblich von den Rebellen getöteten Zivilisten. Die Rebellenorganisation Arsa bestritt die Anschuldigungen. Über Twitter erklärte sie, „brutale Soldaten“ hätten im Bundesstaat Rakhine zusammen mit buddhistischen „Extremisten“ Rohingya-Dorfbewohner angegriffen, deren Eigentum geplündert und ihre Häuser abgebrannt. Tausende Rohingya flohen vor der Gewalt in Richtung Bangladesch. Doch die dortigen Sicherheitskräfte nahmen die Menschen zum Teil fest. Rund 70 Rohingya wurden wieder nach Myanmar abgeschoben.

http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-41067747